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Wenige Tage vor der Europawahl laden wir Sie herzlich ein, gemeinsam auf einen Meilenstein der Wahlgeschichte zu blicken. Er findet sich ausgerechnet im "finsteren Mittelalter".
Viele Orte in Rheinland-Pfalz gehören zu den zentralen Schauplätzen einer spannungsreichen Geschichte der Königswahl. Erst in der Goldenen Bulle von 1356 legten Kaiser Karl IV. und die Kurfürsten nach langem Streit fest, wie der König gewählt werden sollte: Regieren sollte, wer von den Kurfürsten mit Mehrheit gewählt worden war.
2013 wurden die Originalausfertigungen der Goldene Bulle nach über 650 Jahren zum UNESCO-Weltdokumentenerbe erhoben. Damit stehen sie Seite an Seite mit der Gutenberg-Bibel, der Himmelscheibe von Nebra und weltweit bedeutenden Monumenten.
Um die Inhalte und Prinzipien der Goldenen Bulle bekannt zu machen, hat der Lehrstuhl für Mittelalterliche Geschichte der Universität Augsburg in Zusammenarbeit mit dem Historischen Museum der Pfalz eine Online-Ausstellung unter www.die-goldene-bulle.de veröffentlicht, die sich an Schülerinnen und Schüler wie auch Studierende sowie die interessierte Öffentlichkeit richtet. Die virtuelle Ausstellung präsentiert das Weltdokumentenerbe Goldene Bulle niederschwellig und nicht nur mit einem Augenzwinkern.
Der Vortrag von Mathias Kluge (Projektleiter, Vertretungsprofessor an der Universität Duisburg-Essen) stellt die Online-Ausstellung vor. Er präsentiert aber auch neue Untersuchungsergebnisse zu den Originalausfertigungen der Goldenen Bulle, die zeigen, dass Wahlrecht keine Selbstverständlichkeit ist. Moderiert wird der Vortrag von Sebastian Zanke (Kurator, Historisches Museum der Pfalz Speyer).
Montag
03.06.2024
17:00 Uhr
Ort: Online,
LpB Rheinland-Pfalz
Kaiserstraße 22
55116 Mainz
Öffnungszeiten:
Mo-Do: 8-16 Uhr,
Fr: 8-13 Uhr